Shodushi Garrel e.V.

In unserem Dojo bieten wir Shotokan-Karate und Soundkarate an:
(eine der Stilrichtungen im Karate-Do)
Wichtig ist die Schulung von Geist, Charakter und innerer Einstellung. „Bevor du den Gegner besiegst, musst du dich selbst besiegen.“
„Man kann sehr sehr lange trainieren, aber wenn man immer nur Hände und Füße bewegt und wie eine Marionette umherspringt, dann ist Karate nicht anders als Tanzen lernen. Man wird die Hauptsache verfehlen. Es wird so nicht gelingen, die Quintessenz des Karate-do zu begreifen.“ „Im Karate gibt es keine erste Hand.“ (D.h. ein Karateka soll niemals, auch nicht präventiv, zuerst angreifen.)
Die Stilrichtung Shotokan besteht aus folgenden Komponenten:
Kihon
heißt Grundlage oder Quelle, Ursprung (des Könnens) und wird häufig auch als Grundschule des Karate bezeichnet. Es umfasst die grundlegenden Techniken, die das Fundament des Karate bilden. Die einzelnen Techniken werden immer wiederholt, entweder langsam oder schnell, kraftvoll oder leicht/locker. Der Bewegungsablauf der einzelnen Technik wird in alle Bestandteile zerlegt und es wird versucht die Ideallinie der Bewegung zu finden, wobei es immer etwas zu optimieren gibt. Der Bewegungsablauf muss optimal verinnerlicht werden – reflexartig abrufbar, da für Denken, Planen und Handeln in einem realen Kampf zu wenig Zeit ist. Einatmung, Ausatmung, maximale Anspannung des ganzen Körpers im Zielpunkt. Kraftzentrum und Schwerpunkt liegen im Hara (ca. 2 cm unter dem Bauchnabel). Eine gute Gleichgewichtsbalance ist erstrebenswert und der innere Schwerpunkt muss gefunden werden. Die Haltung soll aufrecht sein.
Kumite
bedeutet wörtlich verbundene Hände und meint das Üben bzw. den Kampf mit einem (selten mehreren, siehe Bunkai) Gegnern. Das Kumite stellt innerhalb des Trainings eine Form dar, das es dem Trainierenden nach ausreichender Übung ermöglicht, sich in ernsten Situationen angemessen verteidigen zu können. Voraussetzung ist das richtige Verstehen und Einüben elementarer Grundtechniken aus dem Kihon und der Kata. Wenn die Ausführung der Technik in ihrer Grundform begriffen wurde, wendet man sie im Kumite an. Die Anwendung im Kumite ist sehr wichtig, da die Ausführung von Techniken im Freikampf nicht der forgeschriebenen Form entsprechen müssen, da man oftmals bei überraschenden Angriffen sofort von der Kampfhaltung zur Endstellung der Abwehr gelangen muss. Es gibt verschiedene Formen des Kumite, die mit steigendem Anspruch von einer einzigen, abgesprochenen, mehrfach ausgeführten Technik bis hin zum freien Kampf in ihrer Gestaltung immer offener werden:
Bei Verteidigungstechniken werden hauptsächlich die Arme zu Blocktechniken verwendet. Würfe, Hebel, harte, weiche Blockbewegungen oder auch nur Ausweichen, meist in Kombination mit Schritt- oder Gleitbewegungen. Eine Blockbewegung kann auch als Angriffstechnik ausgeführt werden. Ein sehr gutes „Auge“ vorausgesetzt, wird dazu der Angriff des Gegners im Ansatz mit einer Abwehrbewegung oder einem Gegenangriff ('deai', gleichzeitig) gestoppt.
Beim Angriff wird versucht, die ungedeckten Bereiche bzw. durch die Deckung hindurch den Gegner zu treffen. Es soll möglichst mit absoluter Schnelligkeit OHNE vorzeitiges Anspannen der Muskeln konzentriert angegriffen werden, denn erhöhter Krafteinsatz führt während der Bewegung zu Schnelligkeitsverlusten. Der Kraftpunkt liegt am Zielpunkt der Bewegung. Das Prinzip der Angriffstechnik gleicht dem des Pfeiles eines Bogenschützen bei Schlag- und Stoßtechniken und dem einer Peitsche bei geschnappten Techniken.
Kata
(bedeutet Form oder Schablone. Eine Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner, der einem festgelegten Muster im Raum, Embusen genannt, folgt. Verschiedene Stilrichtungen üben im allgemeinen verschiedene Kata, jedoch gibt es auch viele Überschneidungen, Varianten und unterschiedliche Namensgebung. Kata entwickelten sich wie bereits im Abschnitt Geschichte erwähnt zur komprimierten Weitergabe der Techniken einer Schule oder eines einzelnen Meisters ohne die Notwendigkeit schriftlicher Aufzeichnun
Bunkai
(Analyse, Zerlegung) bezeichnet die Analyse der einzelnen fest vorgeschriebenen Bewegungen einer Kata, wie sie in der entsprechenden Schule gelehrt werden. Die dabei betrachtete Form der Kata bezeichnet man als das Genki oder Basis-Modell. Dieses bezeichnet die Urform bzw. den Ursprung der Kata.
- ein Konzept für Kinder und Jugendliche -
Was ist "Sound-Karate"?
Das Konzept des "Sound-Karate" wurde vor einigen Jahren speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt . "Sound-Karate" findet zunehmend seine Anwendung im Schulsport bzw. in dortigen Arbeitsgemeinschaften.
Was ist das besondere am "Sound-Karate"?
Zuerst einmal ist das "Sound-Karate" an keine Karatestilrichtung gebunden und wird beim Deutschen Karateverband (DKV) unter "stilrichtungsfreies Karate" geführt. Der Hauptunterschied zu einem "normalen" Kindertraining liegt beim Konzept des "Sound-Karate" in den Trainingsinhalten, dem Einsatz vielfältiger Trainingsmittel und in den zu erbringenden Prüfungsleistungen für jeden "neuen Gürtel" (Kyu-Grad bzw. Schüler-Grad).
Neben der Vermittlung der Karatetechniken zur Abwehr und Verteidigung werden durch den Einsatz von Bällen, Springseilen, vielfältigen Parcours etc. zusätzlich insbesondere die:
Koordination und Motorik
Sprungkraft
Schnellkraft
Balance und
peripheres Sehen und Reaktionsschnelligkeit geschult sowie der Muskelaufbau und die Dehnbarkeit verbessert. Jede Prüfung besteht dabei aus drei zeitlich versetzten Teilen, die im Inhalt sehr genau aufeinander abgestimmt sind. Absolviert werden:
"Fitness-Test", bestehend aus Fitnessübungen (z.B. Hampelmann, Ball fangen/prellen/werfen) und
Parcour (z.B. mit Slalom, Sprint, Sprüngen),
der "Kombi-Test" (Karatetechniken, Koordinations- und Dehnübungen) und
die Karate-Prüfung, bestehend aus "Kumite am Ball" (s.u.) und "Sound-Karate-Block"
(Karatetechniken nach Musik).
Warum ist "Sound-Karate" besonders für Kinder geeignet?
Ein Faktor ist natürlich die vielseitige und ganzheitliche Förderung über die einzelnen Karatetechniken hinaus.
Ein zweiter Faktor ist, dass Kinder ohne Ängste, verletzt zu werden oder selbst jemanden zu verletzen, trainieren können. Die sonst üblichen Partnerübungen werden im "Sound-Karate" durch das "Kumite am Ball"-Training ersetzt, bei dem die Kinder ihre Techniken am (hängenden) Ball üben.
Ein dritter Faktor ist auf jeden Fall die Musik, denn Karatetechniken nach Musik zu trainieren, macht einfach Spaß (auch den Erwachsenen)!
Ein vierter Faktor ist die Motivation: neben dem Training, das Spaß macht, haben Kinder durch die zeitlich überschaubaren Teilprüfungen Erfolgserlebnisse. Jede bestandene Teilprüfung (und jedes Training) werden auf einer Trainingskarte eingetragen. Die Kinder, die bereits einen Anzug mit einem Gürtel haben, erhalten für jede bestandene Teilprüfung einen Farbstreifen auf ihrem Gürtel - bis zum neuen Gürtel.